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  LGA: Premium Cup - Interviews und Hintergründe - Runde 1

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Großes Finale mit Premium-Charakter

Die LGA ruft - und (fast) alle kommen: Seit Donnerstag, 15 Uhr, läuft in Nürnberg ein hochkarätiges Schach-Event. Der 10. LGA Premium Schach Cup ist der krönende Abschluss der Turnierserie. 24 Spitzenspieler haben sich nicht lange bitten lassen, und nahezu alle sind dabei, die den Cup seit 2004 geprägt haben. Entsprechend groß war die Freude der Verantwortlichen bei der Eröffnung. Das Teilnehmerfeld steht bereits seit Mai, es gab keine Absagen. "Das zeigt, dass Sie gerne hierher kommen", sagte Turnierleiter Michael Bezold. Der Großmeister blickte in viele bekannte Gesichter: Ob Teilnehmer, ob Hintergrund-Team, ob LGA-Macher - man kennt und schätzt sich seit Jahren. Einige hätten seit 2004 eine starke Entwicklung genommen; als Beispiel nannte Bezold die amtierende deutsche Frauenmeisterin Hanna-Marie Klek.

Für die LGA ist der Premium Cup ein echtes Aushängeschild. So schwang in den Worten von Hans-Jürgen Zeitler und Projektleiter Jochen Galsterer etwas Stolz und viel Dankbarkeit mit. Die LGA habe Geld, Räume und Ressourcen zur Verfügung gestellt, damit das Event auch wirklich das Prädikat "Premium" verdiente.

Premium" soll auch das große Finale werden. Wegen des laufenden Umbaus in den Räumen am Tillypark in Nürnberg unter der Regie des TÜV Rheinland war schnell die Entscheidung gefallen für drei Einladungsturniere. Dazu sind Zuschauer jederzeit willkommen, zusätzlich laufen Live-Übertragungen aller Partien im Internet, garniert mit allen Infos rund um den Cup: live.schach.lga.de. Als Anziehungspunkt für Schachspieler erweist sich bereits das Blitz-Open am Freitagabend. Unter schach.lga.de/schach_aktuelles_blitzturnier.shtml kann man sich per Online-Anmeldung einen der maximal 100 Teilnehmerplätze sichern.

Interessant wird sein, wie gut sich die Spieler auf ihre Gegner vorbereitet haben. Bereits seit Ende Juni wissen sie, in welcher Runde und mit welcher Farbe sie gegen wen antreten. Am Abend vor dem Auftakt wählten vier Großmeister zusammen mit dem Turnierleiter eine Vorbereitung der sportlichen und schweißtreibenden Art - in der "Kickfabrik" versuchten sie sich im Fußball. Entsprechend schwer waren heute manche Beine… Aber: Alle vier Fußball-Großmeister gewannen ihre Auftaktpartien.



Routinier startet mit Überraschungssieg

Als Landesliga-Spieler im Konzert der 24 "Großen" - für Dr. Hubert Seibold ist der 10. LGA Premium Schach Cup etwas ganz Besonderes. Michael Bezold hat ihn als einen der "Evergreens" für Gruppe C eingeladen, seitdem bereitet sich der 66-Jährige intensiv auf seine sieben Gegner vor. Wobei ihm allerdings klar ist: Er muss von Theorie-Varianten abweichen, muss seine Kontrahenten überraschen. Gerade die zwei jungen Damen in seiner Gruppe, weiß der Routinier, "spielen endlos lange Theorie. In diese Varianten geht man besser nicht rein."

In seiner Auftaktpartie gegen Dr. Erik Zude hat Seibold auch zunächst bewundert, "wie er die Stellung behandelt". Doch als dem IM dann ein Fehler unterlief, hat ihn der Zirndorfer konsequent zum Sieg genützt. Seine Vereinskameraden haben ihn vor dem Cup aufgezogen: "Mit minus 2 kommst du gut aus dem Turnier." Nun, nach dem ersten Tag, stehen die Chancen gut, dass die Bilanz besser ausfällt. Dabei geht es Hubert Seibold gar nicht so sehr um die Ergebnisse, sondern um die "Freude am Spiel". Er sei ja nicht, wie allzu oft bei Meisterschaften in Mittelfranken, in der Favoritenrolle, sondern trete als DWZ-Schwächster an.

Turniere wie den LGA-Cup, der stets das Breitenschach hochgehalten hat, braucht es nach Seibolds Meinung dringend auch in Zukunft im mittelfränkischen Raum. "Viele wollen einfach dreieinhalb Tage Schach spielen." Wenn kurz nach Weihnachten die Kreismeisterschaft stattfindet, gibt es regelmäßig 40 Teilnehmer.

Für bedenklich hält er jedoch die Entwicklung, dass Großvereine immer mehr Zulauf bekommen, während kleinere Klubs resignieren. Erst vor Kurzem sind zwei Vereine im Raum Nürnberg "gestorben". Das Vereinsleben sei generell rückläufig. Junge Mitglieder träfen sich eher im Internet, spielten dort gegeneinander und verfolgten Schachturniere. "Schade", meint Seibold, "ich möchte nicht am Trainingsabend mit zwei, drei Leuten zusammensitzen. Das hat dann nur noch Stammtisch-Charakter."









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