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Runde 1 |
Runde 2 |
Runde 3 |
Runde 4 |
Runde 5 |
Runde 6 |
Runde 7
Runde 7
Tornike Sanikidze gewinnt den 8. LGA Premium Schach Cup
Tornike Sanikidze heißt der Sieger des 8. LGA Premium Schach Cups.
In der letzten Runde schlug der 22-jährige Georgier seinen Gegner
Roman Vidonyak und holte Arik Braun an der Tabellenspitze ein. Braun hatte
früh gegen David Baramidze ins Remis eingewilligt und wartete mit
sechs erzielten Punkten, ob ihn einer der Verfolger einholen würde.
Sanikidze gewann als Einziger und landete dank der besseren Buchholzwertung
vor dem Deutschen.
Sein Sieg gegen Vidonyak war eine feine positionelle Leistung. Wir gehen
auf die entscheidenden Momente ein:
Sanikidze,Tornike (2530) - Vidonyak,Roman (2433)
8. LGA Premium Schach Cup (7), 11.09.2011
1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 e5 7.0-0 Sbd7
8.Te1 c6 9.Lf1 h6 10.h3 De7 11.Tb1 a6 12.b3 Te8

13.La3! Weiß ergreift das Kommando auf den schwarzen
Felder. Es droht das Nehmen auf e5. 13...Sh5 Das ist
nötig, da das wünschenswerte 13...exd4 an 14.e5! scheitert.
14.d5 c5 15.b4 cxb4 16.Lxb4 Lf8 17.Sa4 Sc5 18.Sxc5 dxc5 19.Lc3
Dd6 20.Dd2 Sf6 21.Tb3 Sd7 22.Ld3 Kh7 23.Teb1 Lg7 24.a4 Lf6 25.Lc2 Ld8
26.Lb2 a5 27.Lc1 Df8 28.Sh2 Lg5 29.Dd1 Lxc1 30.Dxc1 Ta6 31.Sg4 Td6 32.Tf3
Te7 33.h4

Weiß hat strategisch eine deutlich bessere Stellung. 33...b6?
Das ist zu passiv. Vidonyak hätte spätestens hier mit 33...h5
den Springer vertreiben sollen. 34.h5! g5?! Das ist ein
furchtbarer Zug, da er die weißen Felder preis gibt. Strategisch
steht Weiß auf Gewinn. Aber auch nach den Alternativen behält
der Anziehende die klar bessere Stellung. 34...Dg7 35.hxg6+ fxg6 36.Sxh6!+-;
34...gxh5 35.Se3± mit der Idee 36. Sf5. 35.Tfb3 La6 36.Se3
Te8 37.Ld1 Tb8 38.Sf5 Tf6 39.Lg4 Dd8 40.Dc3 Dc7 41.Se7 Te8 42.Sf5 Lc8
43.Se3 Td6 44.Lf5+ Kg8 45.Db2 f6 46.Lg6 Td8 47.Sf5

Kurz vor Schluss wird die Dominanz der weißen Stellung besonders
deutlich. 47...Sf8 48.Sxd6 1-0

Tornike Sanikidze
Die letzte Runde war insgesamt sehr hart umkämpft. An Brett Zwei
schien IM Ilja Schneider gegen GM Jonny Hector auf dem Weg zum Sieg, doch
der Schwede verteidigte sich mit einem Bauern weniger im Endspiel sehr
zäh und konnte das Remis retten. Beide Spieler landeten bei 5,5 Punkten.
Eine besonders spannende Partie erlebten die zahlreichen Kiebitze an
Brett fünf. GM Sebastian Siebrecht lieferte gegen GM Michael Prusikin
eine beherzte Angriffsleistung und belohnte sich zum Abschluss mit einem
Sieg, der ihn auf Platz sieben katapultierte. Es folgen die entscheidenden
Momente:
Siebrecht,Sebastian (2471) - Prusikin,Michael (2541)
8. LGA Premium Schach Cup (7), 11.09.2011
Stellung nach 18...Lf8:

19.f4!? Weiß bricht alle Brücken hinter sich
ab. Er überlässt Schwarz das Zentrum und greift am Königsflügel
an. 19...c4 20.Lb1 Lc5 21.Tce1 d4 22.f5 d3 23.Dg4 Lxe3+ 24.Kh1
Ld7 25.Dh4 g5!? Auf 25...Lxf5 hatte Siebrecht 26.Txf5 gxf5 27.Lf6
mit komplizierter Stellung berechnet. 26.Dg3 Ld2 27.Td1

Bis hierhin war das Gleichgewicht kaum gestört, aber jetzt folgt
ein Fehler. Man muss allerdings sagen, dass sich die Spieler in Zeitnot
befanden und unmöglich durchgängig die besten Züge finden
konnten. 27...f6? 27...Le3! 28.Tfe1 f6 29.Txe3 fxe5 und
diese Stellung ist unklar. 28.Txd2 fxe5 29.f6! Kh8 30.f7 Hier
gewann 30.Txd3! cxd3 31.Dxd3 und Schwarz kann die Mattdrohung auf h7 nicht
vernünftig abwehren. 30...Dd4? 30...De6! bot mehr
Widerstand. Hier scheint es keinen direkten Gewinn zu geben für Weiß.
31.Dxg5 31.Lxd3! cxd3 32.Txd3 Dxb2 33.Dxg5 e4 34.Txd7+-
31...e4 32.Tdf2 Tf8 33.Tf4 Dg7 34.De7 Lc6 35.T1f2! Dd4 36.Th4
Weiß hat seine Türme wunderbar am Königsflügel
postiert und obwohl er eigentlich mit einer Figur weniger spielt, kann
Schwarz die Drohungen gegen seinen König nicht parieren. 36...Tb8
36...Ld5 37.Tff4! Txf7 38.Txf7 Lxf7 39.Dxf7 Dg7 40.Dxg7+ Kxg7 41.Txe4+-
37.Tf6 Dxb2 37...d2 38.Lc2 d1D+ 39.Lxd1 Dxd1+ 40.Kh2
Dd7 41.De5 Dd5 42.Dc3 Tb3 43.Tfh6+ Txc3 44.Txh7#; 37...Ld7 38.Td6+- 38.Tfh6
Dg7

39.Txh7+! 1-0

Sebastian Siebrecht
Ein weiterer Spieler, der sich in die Riege der 5,5er einreihen konnte,
ist IM Michael Fedorovsky. Gegen GM Michal Olszewski gelang ihm ein sehenswerter
Abschluss.
Olszewski, Michal (2534) - Fedorovsky ,Michael (2416)
8. LGA Premium Schach Cup (7), 11.09.2011
Stellung nach 18...Tad8:

Nach seinem letzten Zug hatte Schwarz remis angeboten. Weiß lehnte
ab und stellte die Partie direkt ein. 19.Le4? b5! 20.Dxb5?
Wahrscheinlich gefiel Olszewski die Alternative nicht, aber das geht gar
nicht. 20.Db3 La6! mit der Drohung 21...b4 ist äußerst unappetitlich
für Weiß. 20...La6! Das ist die Pointe. Schwarz gewinnt die
Dame für zwei Leichtfiguren. Zwar hat Weiß zudem zwei Bauern
mehr, aber der weiße König steht auf e2 so schlecht, dass Weiß
sich überhaupt nicht konsolidieren kann. 21.Dxa6 Sd4+ 22.Sxd4
Txa6-+ Weiß spielte noch weiter, aber offensichtlich hatte
er sich hier aufgegeben. 23.Sc6 Te8 24.Sd4 g6 25.Lc6 Dxd4 26.Lxe8
Dg4+ 27.Ke1 Td6 28.Tc1 Dxg2 29.Ke2 Dg4+ 30.Ke1 De4 0-1

Michael Fedorovsky
Die Jugend trumpfte in Nürnberg ganz groß auf. Der 18-jährige
Oliver Mihok hielt auch in der letzten Runde gegen GM Vadim Malakhatko
seinen Kasten sauber und erzielte ein Remis. Mit 5,5 Punkten landete der
Ungar auf Platz vier und gewann einen der Hauptreise. Vitaliy Bernadskiy
profitierte von Mihoks starker Leistung und gewann den Jugendpreis. Der
17-jährige Ukrainer landete mit fünf Punkten auf Platz 24. Der
zweite Jugendpreis ging an Dennis Wagner. Der 14-jährige aus Kassel
spielte ein tolles Turnier. Er spielte gegen sechs Großmeister und
erzielte drei Punkte. Mit insgesamt vier Punkten landete Wagner am Ende
auf Platz 45.

Vitaliy Bernadskiy
Bei den Damen musste die Buchholzwertung herhalten, um die Siegerin zu
ermitteln. Gleich vier Spielerinnen wiesen am Ende vier Punkte auf. WGM
Anna Zozulia war am Ende die Glückliche, die sich über den 1.
Damenpreis freuen durfte. Der 2. Damenpreis ging an WIM Manuela Mader.

Anna Zozulia
GM Lev Gutman gewann den Seniorenpreis. Er schlug in der letzten Runde
Dennis Wagner, während seine Konkurrenten alle ohne Sieg blieben.
Der 2. Seniorenpreis geht an GM Ivan Farago, der 4,5 Punkte erzielte.

Lev Gutman
Die Gebrüder Nuber räumten gleich zwei Ratingpreise ab. In
der Kategorie unter DWZ 2300 gewann Korbinian Nuber vor seinem Bruder
Blasius. Insbesondere der 23-jährige Korbinian spielte ein starkes
Turnier und gewann gegen drei Großmeister. Sein Lohn war 300 Euro.
In der Kategorie unter DWZ 2150 ging der 1. Preis an Lukas Melzner. Der
junge Mann aus Klosterlechfeld erzielte 4,5 Punkte und durfte sich über
250 Euro freuen. Jörg Dippel genügten 3,5 Punkte, um die Kategorie
unter DWZ 2000 zu gewinnen. Er erhielt 200 Euro für seine Leistung,
genau wie Martin Felser, der mit drei Punkten die Kategorie unter DWZ
1800 gewann.
Die Hauptpreisträger

Vlnr.: Turnierdirektor Michael Bezold, Finanzchef Hans-Jürgen
Zeitler, Arik Braun, Tornike Sanikidze, David Baramidze, Projektleiter
Jochen Galsterer
3 Fragen an Turniersieger Tornike Sanikidze
Tornike, herzlichen Glückwunsch zum Turniersieg! Welches war
die vorentscheidende Partie?
Die dritte Partie war sehr schwierig, stand lange auf der Kippe. Und natürlich
war es wichtig, heute die siebte Runde zu gewinnen.
Wie hoch schätzt du den Erfolg hier ein?
Es ist ein sehr großer Erfolg für mich. Er gibt Rückenwind
für meine Elo-Zahl und für den Bundesliga-Start mit Trier.
Und 2012 sehen wir dich wieder in Nürnberg?
Auf jeden Fall! Dann will ich zusammen mit meiner Lebensgefährtin
Marie Boyard zum LGA Cup kommen. Sie spielt auch Schach und wird voraussichtlich
nächstes Jahr teilnehmen.
Korbinian
zieht gleich im Bruder-Duell
Korbinian Nuber beendet den 8. LGA Premium Schach Cup mit 4,5 Punkten.
Seine Bilanz: „Bis auf Runde 7 war’s super.“ Kein Wunder
– der 23-Jährige hat drei Großmeister geschlagen. Luther,
Siebrecht und Ftacnik hatten gegen ihn das Nachsehen. Damit klettert Korbinian
über die 2300-Elo-Marke und darf sich bald Fide-Meister nennen. Sein
Bruder Blasius ist ihm da schon etwas zuvorgekommen: Er hat den Titel
vor Kurzem bei der Fide beantragt.
Im ewigen Bruder-Duell sieht Korbinian ohnehin den vier Jahre jüngeren
Blasius vorne. „Zwar sind wir ungefähr gleichstark, aber er
hat in der Jugend viel mehr Titel gewonnen als ich.“ In Schwaben
gehören die Nubers zu den Besten, und ihre Schwester Helene nimmt
mit einer Zahl um 2000 einen der vorderen Plätze der schwäbischen
Frauen-Rangliste ein. Sogar das Fernsehen ist schon auf die schachspielenden
Geschwister aufmerksam geworden: Ein Team von „On3-Südwild“
drehte bei einem Mannschaftskampf und strickte eine Story rund um das
Nuber-Trio.
Da ist es fast logisch, dass andere Vereine gelegentlich dezente Abwerbeversuche
starten. Doch die Angebote nennt Korbinian „uninteressant“;
schließlich sei er zweiter Vorsitzender des SC Dillingen und fühle
sich pudelwohl bei seinem jungen Verein. „Wir haben eine Super-Mannschaft.“
Nach dem Abstieg aus der Oberliga geht es demnächst mit B. Nuber
an 1 und K. Nuber an 2 in die Landesliga. Der Dillinger macht sich jedoch
nichts vor: „Unser bester Spieler hat uns verlassen, deshalb muss
unser Ziel der Klassenerhalt sein.“
Aber mit dem Rückenwind, den Korbinian und Blasius aus Nürnberg
mitnehmen, ist vielleicht die eine oder andere Überraschung möglich.
Korbinian führt seine Erfolge gegen Großmeister auf seinen
eher abwartenden Spielstil zurück. „Ich hab‘ mich hinten
reingestellt, irgendwann haben sie’s überzogen. Das hat richtig
gut funktioniert.“ Den LGA Cup bezeichnet er übrigens als „mein
absolutes Lieblingsturnier“ – vor allem, weil er sich hier
ständig mit starken Gegnern messen kann.
Stimmen zum 8. LGA Premium Schach Cup
FM Manfred Schöneberg: „Die Bedingungen sind
gut. Die Teilnehmer sind wie eine große Familie.“
IM Arno Zude: „Ich bin zum ersten Mal hier. Das
Turnier hat mir mein Bruder Erik empfohlen. Das Drumherum macht einen
guten Eindruck auf mich.“
IM Roman Vidonyak: „Ich hab‘ zwei Jahre
kein Turnierschach gespielt. Es macht mir riesig Spaß hier.“
FM Oskar Hirn: „So ein Turnier hat es in Mittelfranken
noch nicht gegeben. Es ist das schöne Turnier, das ich kenne.“

Jürgen Zeitler (LGA): „Wir haben einen guten
Standard für dieses Turnier gefunden. Hier bietet sich die Chance,
sich mit starken Spielern zu messen.“
Jochen Galsterer (LGA): „Wir versuchen, jedes
Jahr Verbesserungen zu erzielen. An den vier Turniertagen registrieren
wir eine Verdopplung der Zugriffszahlen auf die LGA-Internetseiten im
Vergleich zum ganzen September.“
Klaus Steffan von „Steffans Schachseiten“:
„Das Turnier wird in professioneller Art und Weise aufgezogen. Jedes
Jahr stelle ich Verbesserungen fest, die das Turnier noch abrunden.“
GM Tornike Sanikidze: „Ich bin das erste Mal hier.
Es gefällt mir sehr gut. Nächstes Jahr komme ich auf jeden Fall
wieder!“

Thomas Strobl, Bezirksvorsitzender Mittelfranken: „Wir
haben in Mittelfranken ein großes Angebot an starken Turnieren,
zum Beispiel Großenseebach und Erlangen. Aber der LGA Cup ist mit
Abstand am stärksten besetzt.“
Richard Saathoff: „Das Turnier ist super. Nur
ist für den normalen Amateur zu stark besetzt…“
FM Dr. Hubert Seibold: „Ohne das Engagement, das
die LGA für eine Randsportart zeigt, würde nichts funktionieren.
Das Turnier ist hervorragend organisiert.“
WGM Elena Levushkina: „Ich finde es sehr gut,
dass es im Internet so viele Informationen über das Turnier gibt
– Live-Ergebnisse, Live-Übertragung und alle Partien. Es macht
Spaß, dabei zu sein.“
Stefan Süß (7. Teilnahme): „Die Bedenkzeit
ist gewöhnungsbedürftig geworden; auch dass der Ausrichter circa
30 Plätze für sich reserviert, um sie mit Spielern ihrer Wahl
aufzufüllen, während Amateure immer mehr außen vor bleiben,
finde ich fragwürdig. Ansonsten ein rundum schönes Turnier,
was Atmosphäre, Umgebung und auch Verpflegung angeht.“


Werner Dreiseitel (8. Teilnahme): „Am LGA-Cup
nehme ich gerne teil, gerade weil er so stark besetzt ist. Auch wenn ich
gegen übermächtige Gegner des Öfteren verliere, lerne ich
durch ihre starken Gewinnführungen dazu, wie etwa gegen WIM Mader
in der ersten Runde.“
WIM Manuela Mader (1. Teilnahme): „Reibungslose
Organisation, pünktlicher Beginn, auch die Spielsäle sind angenehm
kühl und man sitzt – im Gegensatz zu manch anderem Open –
nicht zu eng beieinander. Nur die Zerstückelung des Turniers in mehrere
Räume finde ich etwas schade.“
Hanna Marie Klek: "Ich bin zum vierten Mal dabei.
Bisher habe ich 3,5 - 4 - 4,5 Punkte geholt. Das heißt aber nicht,
dass ich mir für dieses Mal 5 Punkte vorgenommen habe. Das Turnier
ist für mich ideal, da es für die Erlanger fast vor der Haustür
liegt."
IM Yochanan Afek: "Ich finde es gut, dass Studien
zum Programm gehören. Das Turnier ist sehr gut organisiert; ich komme
auch gern wegen Michael Bezold hierher. Auch wenn es an manchen Tagen
heiß geworden ist im Turniersaal: Es ist immer deutlich weniger
heiß als in Israel."
Interview mit LGA-Finanzleiter Jürgen Zeitler
Herr Zeitler, wie kam die LGA zum Schach?
2002 hat sich ein Innovationskreis gebildet. Eines der Ziele war, ungewöhnliche
Marketing-Ideen zu finden. Und so haben wir festgestellt, dass es Parallelen
zwischen Ingenieuren und Schachspielern gibt – beide müssen
strategisch denken. Das passte perfekt zum LGA-Slogan „Intelligente
Strategien für kreative Lösungen“.
Und
passte es auch zum LGA-Marketing generell?
Es gab im Marketing der LGA drei Säulen, die völlig unterschiedliche
Zielgruppen ansprachen – den Indoor-Marathon, den Kunstsommer und
den Premium Schach Cup. Diese ersten zwei laufen seit 2010 unter der Regie
des TÜV Rheinland; der LGA hat das Schachturnier übernommen.
Wie stark ist die LGA dadurch präsent?
Die Zahl der Zugriffe auf die LGA-Internetseiten liegt während der
vier ´Turniertage doppelt so hoch wie im übrigen September;
vor allem die Live-Übertragung macht sich hier positiv bemerkbar.
Nicht nur die führenden Schachzeitschriften berichten über das
Turnier, sondern auch Online-Portale wie ChessBase platzieren es prominent.
Hinzu kommen diverse Schach-Blogs.
Wie hat sich das Turnier aus LGA-Sicht entwickelt?
Mittlerweile hat sich die Logistik immer mehr verbessert, auch das Rahmenprogramm.
Und das Team um Michael Bezold ist sehr gut eingespielt.
Was macht den Schach Cup zum Premium Schach Cup?
Wir wollen durch den Premium-Charakter den hohen technischen Standard
der LGA zeigen. Deshalb ist auch die Teilnehmerzahl begrenzt. Weil wir
eine angenehme Atmosphäre und einen gut ausgestatteten Preisgeld-Fonds
bieten, ist das Turnier Jahr für Jahr hochkarätig besetzt.
Welche Chancen sehen Sie, den LGA Cup zu einer Dauereinrichtung zu
machen?
Ich gehe davon aus, dass es die neunte und zehnte Auflage auf jeden Fall
geben wird.
Sie haben selbst sieben Mal teilgenommen, setzen heuer erstmals aus.
Was ist für Sie als Schachspieler das Besondere an diesem Turnier?
In anderen Open kommt man mit Glück als Spieler unter DWZ 2000 vielleicht
einmal gegen einen starken Spieler. Hier hat man die Chance, sich mit
mehreren starken Spielern zu messen. In den ersten Jahren konnte ich meistens
einen Platz im Mittelfeld belegen.
Zur Person
Jürgen Zeitler arbeitet seit 1988 für die LGA. Erst relativ
spät entdeckte er seine Leidenschaft für das Schach: Mit 16
machte er beim Schachklub Nürnberg 1911 seine ersten Züge. Vor
einigen Jahren wechselte er zum Schachclub Waischenfeld; hier spielt er
(DWZ um 1850) in der A-Klasse Hof-Bayreuth-Kulmbach am ersten Brett. Den
LGA Premium Schach Cup begleitet Zeitler von Anfang an. „Hier kann
ich Beruf und Hobby verbinden“, sagt er.
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